Monday, March 2, 2009

Punxatawney Phil hat recht!



Gerade als wir dachten der Winter verkrümelt sich - Wintersturm, massenweise Schnee, heftiger Wind. Dafür haben wir letzten Freitag unsere Fingerabdrücke zum dritten (und hoffentlich letzten) Mal abgegeben. Wir mussten dafür nach Philadelphia fahren, aber wenigstens hat es nicht lange gedauert. Jetzt warten wir darauf dass alle unsere Unterlagen wieder aus Philadelphia an uns zurückgeschickt werden. Außerdem brauchen wir wieder drei Referenzen. Da wir erst vor etwas mehr als einem Jahr hier nach Bethlehem gezogen sind, ist das nicht so einfach. Wir können dieses mal aber keine Europäer fragen, da die Referenzen von einem US-Notar beglaubigt werden und in dessen beisein unterschrieben. Seufz. Immer ist was. 

Wenigstens hatte der Philadelphia Ausflug den Vorteil dass wir uns die Cezanne Ausstellung im Art Museum ansehen konnten. Es wurde nicht nur Cezanne gezeigt, sondern auch Werke einiger Künstler die von ihm beeinflusst wurden. Es gab Picasso, Matisse, Mondrian und zwei moderne, amerikanische Künstler zu sehen. Die Räume waren thematisch angeordnet, z.B. Bilder die die Künstler von ihrem eigenen Atelier gemacht haben, Portraits, Landschaften, etc. Ich fand's toll, besonders die Picassos. Durch den Vergleich konnte man Cezanne's direkten Einfluß sehr gut erkennen und ich glaube ich werde in Zukunft auch weiterhin erkennen können wenn typische Cezanne Themen von anderen Künstlern aufgenommen werden. Da fühlt man sich doch gleich wieder ein bißchen mehr allgemeingebildet. Schön.

Wednesday, February 25, 2009

Immer noch Winter

Es ist immer noch kalt und grau in Pennsylvania und man will nicht viel Zeit im freien verbringen, also machen wir "blending in" und gehen shoppen. Aber die Wirtschaft ist schlecht und deshalb kauft man verstärkt im Dollar Tree ein. Dort gibt es ja so viele verführerische Dinge(siehe Foto)
Georg

Sunday, January 11, 2009

Home Study - die Heimsuchung, oder doch nicht?


Jubel, kreisch, yippieh und long live the King! 

Wir haben die Homestudy endlich erledigt. Letzten Montag hatten wir Besuch von unserer Sozialarbeiterin (habt ihr auch alle eine Sozialarbeiterin?) Georg und ich waren nervös wie vor einer Theaterpremiere. Das Haus hat so geglänzt, dass man es bestimmt aus dem Weltall erkennen konnte, und wir waren bis oben vollgepackt mit Erziehungsbuchwissen. Wir mussten zur Vorbereitung vier DVD's mit Studienmaterial zum Thema "Das adoptierte Kind" schauen und begleitend ein zwei Pfund schweres Buch durcharbeiten. Der Besuch selber war dann fast enttäuschend einfach. Es war als hätte man sich darauf vorbereitet die Arie der Königin der Nacht zu singen und dann beim Auftritt nur Kuckuck, Kuckuck verlangt wurde. Die Frau Sozialarbeiterin hat eine kurze Tour durch unser Haus gemacht, keine Schränke geöffnet, in manche Räume nur mal kurz reingeschaut. Danach sagte sie, dass unsere Biographien so ausführlich gewesen seien (oops, bisschen viel geplappert?!), dass sie eigentlich gar nicht mehr viel fragen müsste. Ein paar Fragen hatte sie dann aber doch noch auf Lager, z.B. Was war einer der bedeutendsten Momente in eurer Beziehung? Oh, Mann wie ich solche Fragen hasse. Wer hat denn für sowas eine spontane, bedeutungsvolle und möglichst herzige Antwort parat? Georg hatte und ich war erleichtert, da ich gerade eine völlige blackout Karte gezogen hatte. Ich weiss schon warum ich ihn als Vater meiner Kinder will. 
Nun muss noch die Sozialarbeiterin den Bericht schreiben und dieser Teil des Adoptions Wahnsinns ist geschafft. Nun geht es verstärkt ans Dossier. Dazu dann mehr demnächst. Ich verstehe ja schon die Notwendigkeit all diese Informationen zu sammeln, aber so langsam hätten wir schon auch gerne ein Kind im Arm anstatt immer mehr Papiere im Leitzordner. 

Wednesday, December 31, 2008

Gelüsteküche


und was das kostet!!! Man glaubt oft selber nicht auf was man in der Diaspora so alles Gelüste bekommt. Manchmal hat es auch etwas mit Verfügbarkeit zu tun, z.B. hat man seit 3 Jahren schon keinen Mohrenkopf (oh je, dürfen wir so etwas überhaupt noch sagen? Schaumkuss?? Nee, das geht auch nicht. Seufz.) mehr gegessen hat, entwickelt man sofort Gelüste darauf wenn er einem an unerwarteter Stelle plötzlich begegnet. In Deutschland würde man achtlos daran vorbei laufen, aber hier entwickelt sich so etwas wie Jagdfieber. Man kann es sich nicht entgehen lassen. Dankbarerweise haben wir jetzt dank deutscher Nachbarn einen Metzger direkt in Bethlehem entdeckt - ein ganzes Jahr daran vorbei gelebt - der nicht nur Fleisch und Wurst führt, sondern auch Brot. Ist nur Schnittbrot aus der Tüte, aber ihr glaubt nicht wie gut das schmecken kann wenn man nur lange genug kein ordentliches Brot mehr hatte. Es gibt auch Süßigkeiten, HANDKÄSE, deutsche Butter (amerikanische ist ganz anders), Löwensenf und noch einiges mehr. Die Preise sind allerdings eine andere Sache. Siehe Handkäs. 

Weihnachten sind wir ja bis Rockaway in New Jersey gefahren um einen richtig guten Schweinebraten, Rippchen und Koteletts zu kaufen. Wir sind eigentlich nicht so große Fleischesser, aber Weihnachten waren wir bis zu den Ohren voll mit tierischem von Schwind's Pork Store. Mmmmmh!


Thursday, December 25, 2008

Weihnachten in Bethlehem






Dieses Jahr haben wir uns endlich den lokalen Sitten angepasst und das Haus mit Weihnachtslichtern dekoriert. Wir haben mit drei Lichterketten angefangen (siehe letztes Bild). So haben viele Leute angefangen und im Laufe der Jahre wurde es immer mehr (siehe restliche Bilder). Lebensgrosse Krippenfiguren sind auch keine Seltenheit.
Georg

Tuesday, December 23, 2008

Luminaria Night






Einmal im Jahr ist Luminaria Night in Bethlehem. Alle teilnehmenden Haushalte stellen weiße Papiertüten auf in die ein wenig Sand geschüttet wird. In den Sand kommt eine weiße Kerze. Ist allein nicht spektakulär, aber wenn die ganze Nachbarschaft mitmacht sieht es beeindruckend aus. Das Material, sprich Tüte, Kerze, Sand bekommt man gegen Spende von einer Wohltätigkeitsorganisation, die die Gelder an eine Obdachlosenunterkunft hier in Bethlehem weiterleitet. Ist eine Super Idee Leute zum Spenden zu bekommen. Bei uns hat es jedenfalls auch geklappt....


Tuesday, December 2, 2008

Thanksgiving


Da ist er, unser ganzer Stolz, unser Turkey! Ist aber nur ein Sonntag-nach-Thanksgiving-Turkey. Am echten Thanksgiving Day gab es schon Turkey bei Tante Judy. Die traut sich aber nicht Turkey mit Stuffing zu machen. Es gibt wohl verschiedene Ansichten darüber ob man den Vogel mit oder ohne Füllung braten soll. Angeblich erhöht die Füllung die Salmonellengefahr. Deshalb mussten wir am Sonntag unseren eigenen Truthahn machen, weil wir die Füllung ist soooo gut finden. Wir haben den kleinst möglichen Truthahn gekauft, der trotzdem noch 11.8 amerikanische Pfund = 5.35 kg wiegt. Bei einem 2 Personenhaushalt hat man Essen für mindestens eine Woche.
Georg